Das 21. Jahrhundert ist ein Zeitalter, in dem nahezu alles möglich ist. Alternative Karrierewege und individuelle Lebensgeschichten werden täglich neu geschrieben und warten darauf, entdeckt zu werden. Wir haben es uns zur Mission gemacht, Hamburgs Lunchszene nach spannenden und erfrischend anderen Stories zu durchforsten und freuen uns, euch in der nächsten Zeit die eine oder andere Anekdote mit auf den Weg zu geben.

Heute erzählen wir euch die Geschichte rund um Kreativkopf Mario Tino und dessen Herzstück, die „Perle“, die er vor eineinhalb Jahren unter seine Fittiche genommen hat.

Wer das Restaurant im Kontorhausviertel betritt, wird Jean-Jacque Rosseau auf Anhieb verstehen, als dieser sagte „Der Geschmack ist die Kunst, sich auf Kleinigkeiten zu verstehen.“
Von der Inneneinrichtung über die Auswahl und Präsentation der Speisen bis über Inhaber Mario Tino ist filigranes Design im Pariser Chic die Devise. Das Interior ist stylisch, aber nicht überladen. Die Vision: Bewusste Akzente, ohne dem Essen die Schau zu stehlen, erklärt uns Mario Tino im Gespräch.


Offenheit, vor allem auf geschmacklicher Ebene, sei das A und O

Der Gastronom, der mit Zwirbelbart und schicker Garderobe eine kleine optische Zeitreise in die 20er Jahre darbietet, studierte ursprünglich Fotografie und Grafikdesign. Nach einiger beruflicher Abenteuer in der Kreativbranche hatte er Lust, ein Restaurant-Konzept von Kopf bis Fuß auf die Beine zu stellen. Für den Künstler die ideale Möglichkeit, seine Kreativität auszuleben und sich selbst zu verwirklichen. Auf der Suche nach einem geeigneten Objekt sei er auf die Perle gestoßen und habe sich auf Anhieb verliebt. Was fehlte, war ein neues Design. Ein frischer Anstrich, stilechte Secondhand-Möbel und ganz viel Arbeit und Leidenschaft verleihen der Perle ihren heutigen Charme, ganz nach Mario Tinos Geschmack. Von den Fotos bis zur Website stammt alles aus seiner kreativen Feder. Die „Perle“, so strahlt er stolz, sei er selbst. Seiner Philosophie nach sind es die kleinen Dinge, die das Ganze zu einem Erlebnis werden lassen. Dafür müsse man offen dafür sein, neue Ideen zu probieren. Scheuklappen seien fehl am Platz. Getreu dem Motto „nicht lang schnacken“ geht Tino Mario selbst mit bestem Beispiel voran. Er lässt sich gern auf neue Gedanken und Ideen ein und liebt es, andere Sachen auszuprobieren. Sich auf ein bestimmtes Konzept oder einen gezielten Gedanken zu beschränken, komme für ihn gar nicht in Frage. Offenheit, vor allem auf geschmacklicher Ebene, sei das A und O.


Frische, möglichst regionale und biologische Produkte werden verwendet

Auf kulinarischer Ebene kann sich der Gastronom voll und ganz auf seine Köche verlassen, die die Gerichte kreieren. Die einzige Vorgabe: Frische, möglichst regionale und biologische Produkte. Seine Küche soll international, modern und frisch sein, ohne dabei auf Nachhaltigkeit verzichten zu müssen. Ein Gedanke, der sich nicht nur in punkto Speisen, sondern in verschiedensten Details im Restaurant wiederfinden lässt.

Statt Getränke mit Plastikstrohhalmen zu verzieren, setzt man auf Alternativen aus Glas. Plastikboxen werden durch Papierboxen ersetzt. Sogar mitgebrachte Hunde werden in das Konzept mit einbezogen und mit hausgemachten Leckerlis verwöhnt. Ein guter Workflow, kurze Wartezeiten und rundum zufriedene Gäste, die sich gut aufgehoben fühlen, runden den Eindruck ab.

Wir sind begeistert und finden: Die Perle ist ein echtes Rundum-Erlebnis, das sich jeder mal erlauben sollte. Falls ihr neugierig geworden seid und die Perle selbst unter die Lupe nehmen wollt, empfiehlt Tino Mario euch den Gado-Gado-Salat, das Club-Sandwich oder auch das Plat Du Jour, welches täglich wechselt.

Fotos: Mario Tino & LunchNow.com

Franziska Block
Author

Franzi ist unser Kreativkopf, wenn es um geschriebene Kunst geht. Egal ob Blogbeiträge, Newsletter oder Werbetexte - sie haucht den Wörtern Leben ein und begleitet euch schriftlich durch die Lunchwelt.